BMW präsentiert neues iDrive-System

BMW präsentiert neues iDrive-System

BMW-iDrive gilt vielen als das beste je in einem Auto verbaute Bediensystem. Jetzt gehen die Münchner den nächsten Schritt und präsentieren auf der CES die nächste Generation. Allerdings bleiben die Bayern bei der Preisgabe von Funktion und Möglichkeiten doch recht verschlossen.

Mit seinem «Hyperscreen» für die kommende rein elektrisch fahrende Luxuslimousine EQS hat Mercedes, was die Ausrichtung zukünftiger Bedienkonzepte und Größen der Bildschirme betrifft, schon mal ordentlich vorgelegt. Aber nicht nur die Schwaben haben sich Gedanken gemacht. Auch in München ist man zu dem Schluss gekommen, dass das nunmehr seit 20 Jahren verbaute Bediensystem iDrive, das vielen Fachjournalisten als eines der besten in einem Automobil gilt, einer Überarbeitung bedarf. War damals noch das Ziel, so viele Knöpfe und Schalter wie möglich aus dem Wagen zu verbannen, dürfte der Ansporn heute sein, mit den Vorgaben der Konkurrenz Schritt zu halten.

2001 eine Revolution

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Der erste iDrive-Controller im BMW 7er E65 war 2001 eine Revolution.

(Foto: BMW)

Anders als bei Daimler will BMW das neue iDrive-System aber nicht nur der zu erwartenden Elektro-Flotte vorbehalten, sondern allen kommenden Fahrzeugen angedeihen lassen, egal mit welcher Antriebsart sie unterwegs sind. Das scheint ebenso fair wie der Umstand, dass man an dem 2001 im BMW 7er E65 eingeführten Prinzip der Kombination aus Bildschirm und iDrive-Controller nichts ändern wird. Den Hauptbestandteil des neuen Infotainmentsystems bildet aber eine Künstliche Intelligenz (KI), die die «Beziehung von Fahrer und Auto auf eine neue Stufe hebt». Was das heißt? Nun, laut BMW soll die weiter zunehmende Komplexität an Funktionen im Auto für den Fahrer reduziert werden.

Anders gesagt, dem Piloten soll eine Vielzahl an Aufgaben abgenommen werden. Zum Beispiel analysiert die im Wagen verbaute Sensorik das Umfeld und kann auf diesem Weg ohne jedes Zutun des Fahrers einparken. Das Gleiche gilt für den alltäglichen Fahrbetrieb, weil das System sich aus einer wachsenden Fülle an cloudbasierten Servicedaten in Echtzeit bedienen kann. Was wiederum heißt, dass der BMW über mehr Umfeldinformationen als sein Fahrer verfügt, also Gefahrenwarnungen frühzeitig in das Fahrzeug übertragen werden oder die Verfügbarkeit von Parkplätzen noch vor Erreichen des Ziels übermittelt wird.

Das Rad nicht neu erfunden

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Der iDrive-Controller bleibt auch den kommenden BMW-Fahrzeugen erhalten.

(Foto: BMW)

Jetzt wird der aufmerksame Leser nicht zu Unrecht anmerken, dass das oder ähnliche Systeme von anderen Herstellern bereits angeboten werden. Klar, das Rad kann man auch in München nicht neu erfinden. Die Frage ist also am Ende: Wie schnell sind die Daten übermittelt und mit welchen Algorithmen werden die daraus zu schlussfolgernden Handlungen umgesetzt? Die Antwort auf diese Frage bleibt BMW momentan schuldig und so kann sie nur die Praxis und das Elektro-SUV, der BMW iX geben. Denn hier wird das neue iDrive-System erstmals vollumfänglich Einzug halten.

Bevor also ein detaillierter Einblick in die Funktionalität möglich ist, muss man sich wohl auf das Sichtbare beschränken. Wie schon erwähnt, bleibt die Kombination aus Bildschirm und dem iDrive-Controller, also dem «Dreh-Drück-Steller» erhalten. Allerdings ist der Letztgenannte jetzt transparent und der Darstellungsbereich der zwei Monitore erstreckt sich über 12,3 und 14,9 Zoll in einer einzigen zum Fahrer hin gekrümmten Anzeigeneinheit. Natürlich ist auch das nicht wirklich spektakulär und gefühlt hat man solche Kombinationen auch schon bei etlichen anderen, vor allem chinesischen Herstellern gesehen.

Nichts essenziell Neues?

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Was das neue BMW-System von dem alten unterscheidet, kann nur die Praxis zeigen.

(Foto: BMW)

Kurzum, so ein Aufschrei wie der, den es 2001 gab, als das iDrive-System im 7er eingeführt wurde, wird wohl diesmal ausbleiben. Zudem bleibt zu hoffen, dass der nächste Schritt der Weiterentwicklung dann nicht wieder 14 Jahre dauert. Denn erst 2015 erweiterte BMW die Funktionen um einen Internetzugang und Schnellwahltasten. Ein Jahr später folgte die BMW-App für Smartphones, die es ermöglicht, Navigationsziele vom Handy ins Auto zu schicken.

Vor allem für die Märkte in den USA und China setzt man, wie Mercedes, seit 2018 auf eine «intuitive Sprachsteuerung», die auf den Ruf «Hey BMW» reagiert und damit aktiviert wird. Unterdessen gibt es für BMW-Modelle auch Remote Updates, ohne eine Werkstatt aufzusuchen und auf diesem Weg Fahrzeugfunktionen im Nachhinein freischalten zu lassen. Gemessen daran wird es wirklich spannend, herauszufinden, was das neue System denn am Ende wirklich an essenziellen Neuerungen zu bieten hat.

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